What Changed After the Initial Review

Veröffentlicht am 12. März 2025 — 4 Minuten Lesezeit

Die erste Durchsicht der Prüfprotokolle für die Schichtdickenmessung nach DIN EN ISO 2808 ergab Abweichungen in der Kalibrierung der Wirbelstromgeräte. Drei von zwölf Prüfständen zeigten systematische Abweichungen von mehr als 5 µm bei Referenzfolien mit 50 µm Sollwert. Die Ursache lag in der unzureichenden Temperaturkompensation der Messköpfe, die bei Werkstattemperaturen unter 18 °C nicht korrigiert wurde.

Nach der Korrektur der Kalibrierprotokolle und der Einführung einer täglichen Referenzmessung vor der ersten Prüfung reduzierten sich die Abweichungen auf unter 1,5 µm. Die Änderung betraf insbesondere die Messungen an beschichteten Aluminiumprofilen für den Fassadenbau, bei denen die Toleranzgrenze bei ±8 µm liegt. Die Anpassung der Arbeitsanweisung wurde in das QM-Handbuch aufgenommen und am 8. März 2025 durch den Prüfmittelbeauftragten freigegeben.

Parallel dazu wurde die Dokumentation der Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409 überarbeitet. Die bisherige Praxis, die Schnitttiefe nur visuell zu beurteilen, wurde durch eine definierte Schneidvorrichtung mit einstellbarem Anpressdruck ersetzt. Die ersten Vergleichsmessungen zeigen eine Reduzierung der Streuung der Bewertungsklasse von GT 1–2 auf konsistent GT 1. Die vollständigen Ergebnisse liegen als Prüfbericht Nr. 2025-03-11 vor und stehen für interne Audits zur Verfügung.

Die Änderungen betreffen ausschließlich die Prüfverfahren für Beschichtungen auf Stahl- und Aluminiumsubstraten. Für Kunststoffsubstrate gelten weiterhin die bisherigen Spezifikationen, da hier die thermische Ausdehnung der Grundmaterialien eine separate Kalibrierung erfordert. Die Überprüfung dieser Messreihen ist für den nächsten Zyklus im April 2025 vorgesehen.

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